Tanzhistorie

 

Geschichte des Tanzes

Das klassische Ballett ist ein Kind der Renaissance.
Katharina von Medici (1519-89) die Frau von Heinrich II , erfand das Ballett in Paris und ließ zunächst Staatsaktionen tänzerisch umrahmen. Sie rief das Ballet Comique de la reine ins Leben und legte damit den Grundstein. Ballett etablierte sich als eigene Kunstform und war zunächst als Privileg der französischen Könige anzusehen, bis Ludwig XIV( 1638-1715 ) im Jahr 1661 die ´Académie Royale de danse´eröffnete, die aus zehn Ballettmeistern bestand.
Die Ballettschritte wurden kodifiziert und erweitert, bis die Akademie 1861 von der mehrfach umbenannten ´ Opéra´abgelöst worden war, dessen Ziel es in den nächsten hundert Jahren war, die Technik zu vollenden.
Ab 1759 ging man dann zum Handlungsballett mit Choreographie über, Allerdings  ist, mit einer Ausnahme , von den alten Schriften keine mehr auffindbar..
Im 19.Jahrhundert kam das romantische Ballett zum Vorschein, und die Form bzw. der Ablauf des Balletts wurde ´in Akte´ festgelegt.
Allerdings legte Anfang  des 20.Jahrhunderts Mary Wigman einen neuen Grundstein. Sie verstand es, der eisernen Technik des Tanzes einen Ausdruck zu verleihen, der diese Kunst perfektionierte. Sie traf Martha Graham, die  ebenfalls den Ausdruckstanz verehrte und fühlte sich nicht nur verstanden, sondern  auch angetrieben dazu,  das zu vollenden, was Isadora Duncan ,mit selbem Ziel, schon vorher anstrebte .
1933 wandelte Martha Graham den Ausdruckstanz zum Modern Dance und entwickelte die nach ihr benannte Graham-Technik, die bis heute eine entscheidend große Rolle in der Welt des Tanzes spielt und bis heute unterrichtet  bzw. getanzt wird.
Aber auch das klassische Ballett entwickelte sich weiter. Die wichtigsten Namen des ´Ballet Russes´ sind Petipa, Fokine und Diaghilew, die über Jahre hinweg die bedeutensten Ballette unserer Zeit schufen (z.B. Petruschka, Der Sterbende Schwan, Der Feuervogel …) die bis heute in den großen Theatern in Russland , Frankreich ,England … aufgeführt werden.
Im Modern Dance  hingegen sind keine Grenzen mehr  gesetzt. In den letzten Jahren entwickelte sich aus allen modernen Techniken wie auch aus der  Limon–Technik und Improvisation das moderne Tanztheater, das in den meisten Theatern heutzutage etabliert ist.
Natürlich spielt auch Jazz Dance eine wesentliche Rolle. Was heute in Musikvideos völlig frei und gelassen choreographiert wird, fand am Broadway seinen Ursprung und wurde in zahlreichen Musicals , besonders in Amerika, hoch geschätzt..

Klassischer Tanz
Merkmale: aufrechte Haltung der Wirbelsäule und technische Brillianz
Ästhetik: Abstraktion der Linie und Schaffung der Illusion von Entmaterialisierung

Modern Dance
Merkmale: die Naturgesetze werden einbezogen ( Schwerkraft z.B.) als Gestaltungsmittel
Ästhetik: die Verknüpfung der Frage, was den Menschen  in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewegt

Jazz Dance
Merkmale: Polyrhythmik und Polyzentrik
Ästhetik: intuitive Spontanität und Interaktion durch Improvisation

 

 


 

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